Künstliche Intelligenz im Recruiting: Chancen für die Zukunft

By |2019-10-21T11:02:29+01:00Oktober 21st, 2019|Allgemein|

Mit künstlicher Intelligenz können Computersysteme Mitarbeiter bei Routinearbeiten unterstützen und ihnen Entscheidungshilfen bieten. Nur ein kleiner Anteil von Unternehmen setzt KI bereits für Aufgaben im HR-Bereich ein. Vor allem im Recruiting erledigen die zuständigen Mitarbeiter viele Arbeiten noch manuell. Dies erfordert aber einen hohen Zeitaufwand, weil sich die Suche nach neuen Mitarbeitern in Zeiten des Fachkräftemangels schwierig gestaltet. Es reicht nicht mehr, lediglich Jobanzeigen zu veröffentlichen und sich zurückzulehnen, bis sich geeignete Kandidaten melden. Vielmehr ist eine aktive Suche nach Talenten gefragt.

Sourcing Tools und Robot Recruiter

Mit KI ergeben sich im Recruiting einige Möglichkeiten, die von der Suche in Datenbanken und Netzwerken über Matching-Verfahren bis zu Bewerber-Rankings reichen:

Zeitgleiche Suche in mehreren Datenbanken und Netzwerken

Zu Beginn der Recruiting-Phase bieten sich Sourcing Tools an, die innerhalb kürzester Zeit soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter sowie Businessplattformen wie LinkedIn und Xing auf Basis festgelegter Kriterien nach passenden Bewerbern durchsuchen. Diese smarten Algorithmen ermöglichen die zeitgleiche Recherche in mehreren Lebenslauf-Datenbanken und anderen Netzwerken im Internet.

Matching-Verfahren: Bewerber nach Fakten vergleichen

Robot Recruiter überprüfen anhand einer semantischen Software, ob sich ein Kandidat für die offene Stelle eignet. Im Rahmen dieses Matching-Verfahrens vergleicht diese Spezial-Software spezifische Schlüsselwörter aus Stelleninseraten mit jenen aus den Bewerbungsunterlagen. Personalverantwortliche steigern damit die Wahrscheinlichkeit, gut geeignete Bewerber für offene Positionen zu finden und schnell einzustellen. Robot Recruiter beurteilen die Kandidaten aufgrund von Fakten, während sie andere Aspekte wie Name, Geschlecht, Herkunft und Aussehen nicht berücksichtigen.

Bewerber-Ranking

Es gibt auch Tools, die die ausgewählten Bewerber anhand ihrer Eignung und Übereinstimmung mit der Stellenanzeige sortieren. Das Programm benötigt nur wenige Sekunden, um die Daten abzugleichen und die Kandidaten nach ihrer Qualifikation zu ranken. Für Personalverantwortliche bringt das eine enorme Arbeitserleichterung. Anhand dieser Auflistung potenzieller Kandidaten erhalten sie hilfreiche Anhaltspunkte, welche Bewerber vielversprechend sind und sich daher für ein persönliches Bewerbungsgespräch anbieten. Die HR-Mitarbeiter müssen nicht mehr unzählige Bewerbungsunterlagen sichten, sondern nur mehr jene Kandidaten eingehender prüfen, die sich laut Matching-Verfahren für die Stelle besonders gut eignen. Damit bleibt den Personalverantwortlichen mehr Zeit, um sich mit den geeigneten Bewerbern zu befassen.

Recruiting-Chatbot als Zukunft?

In Kalifornien gibt es bereits Versuche, einen Recruiting-Chatbot zu konzipieren, der Interviews mit Bewerbern führt. Das Ziel besteht darin, dass ein intelligentes Assistenzsystem Kandidaten befragt und eine erste Auswahl vornimmt, bevor ein Recruiting-Mitarbeiter einen passenden Interessenten auswählt. Dieses Projekt befindet sich allerdings noch in der Entwicklungsphase.

Trotz des Einsatzes von KI im Recruiting besteht keine Gefahr, dass diese smarten Systeme HR-Mitarbeiter zu 100 Prozent ersetzen. Einer vollautomatischen Personalauswahl steht das Bundesdatenschutzgesetz entgegen. Demnach ist es nicht erlaubt, dass ein Bewerber ausschließlich wegen eines Algorithmus eingestellt oder abgelehnt wird. Die letztendliche Entscheidung über Einstellung und Absage muss zwingend ein Mensch fällen.

HR-Mitarbeiter für den Umgang mit KI schulen

Der erfolgreiche Einsatz von künstlicher Intelligenz im Recruiting setzt voraus, dass die HR-Mitarbeiter die nötige Kompetenz und das Verständnis für diese neuen Technologien mitbringen. Sie müssen anpassungsfähig sein und digitale Fertigkeiten erlernen. Es geht darum, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie KI im Recruiting und bei der täglichen HR-Arbeit unterstützen kann. Wie die Zukunft von HR & KI aussehen kann und welche Chancen sie für die Personalbeschaffung eröffnet, erfahren Sie bei einem Online-Vortrag am 7. November 2019. Melden Sie sich jetzt für die Herbstwoche der B2B Insider Online Fokus Konferenz HR vom 4. bis 8. November 2019 an und informieren Sie sich über die aktuellen Trends im Recruiting und im HR-Bereich!

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