Es gibt Unternehmen, die von der Corona-Krise profitieren. Dazu gehören sicherlich die Anbieter von Collaboration und Video Conferencing Tools. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass Gerald Glaßl, Head of Marketing bei SocialHub by maloon GmbH im B2B Insider Interview erklärt, dass man bei SocialHub sehr schnell reagiert und eine entsprechende Lösung geschaffen hat. Er gibt aber auch zu, dass persönliche Kontakte bei physischen Events durchaus fehlen.

Herr Glaßl, wie wirkt sich die Corona-Krise auf Ihre Marketingstrategie aus? Können Sie daran festhalten oder zwingen Sie die neuen Gegebenheiten kurzfristig Veränderungen vorzunehmen?

Die Krise wirkt sich grundsätzlich nicht auf unsere Strategie aus. Wir wollen immer noch die beste Social Media-Kommunikationslösung für die gleiche Zielgruppe bereitstellen wie vor der Krise. Gleichzeitig haben wir auf die Veränderungen am Markt mit einer Erweiterung in unserer Software reagiert, einer internen Möglichkeit zur Videokommunikation.

Können Sie einen Einfluss der Geschehnisse auf Ihre laufenden Marketingkampagnen feststellen?

Unsere Zielgruppe war schon vor der Krise stark digitalisiert und meist Home-Office-fähig. Daher sind diese Mitarbeiter in der aktuellen Krise als erste Personen ins Home-Office geschickt worden. Das macht sie für uns mit physischen Kampagnen schwieriger erreichbar. Auch sind alle unsere Eventkampagnen und -präsenzen dank der Absagen ausgefallen.

Mussten Sie laufende Kampagnen stoppen oder verändern? Welche Erfahrungen hatten Sie damit?

Alle Kampagnen zu Events wurden gestoppt. Das ist schade, weil wir eigentlich gerade den Austausch von Mensch zu Mensch auf Events sehr schätzen.

Gibt es Marketing und PR Maßnahmen, welche momentan – vielleicht auch überraschender Weise – besser funktionieren als zuvor?

Es lässt sich allgemein ein gesteigertes Interesse an Sozialen Medien beobachten, auch machen wir mit Google Ads aktuell sehr gute Erfahrungen. Auf die reaktionären „Wir sind auch in der Krise für dich da“-Mailings haben wir verzichtet. Natürlich sind wir weiterhin für unsere Kunden da.

Hat die Corona-Krise Einfluss auf die Höhe Ihres Marketingbudgets? Werden Ihrer Meinung nach in Zukunft noch mehr Mittel in den Online Bereich fließen?

Dadurch, dass Eventbudgets aktuell ausfallen, denke ich, dass intelligente Firmen zumindest teile dieses Budgets in den Online Bereich investieren werden.

Kann diese Krise auch eine Chance sein? Sehen Sie Potentiale für den Markt?

Ja, ich denke das kann sie. Durch die aktuelle Situation wurden viele Unternehmen gezwungen, endlich flexible Arbeitsmodelle durchzusetzen. Ich hoffe, diese verschwinden nicht nach der Corona-Pandemie schnell wieder. Außerdem gibt uns die Krise die Chance, endlich das volle Potential von Internet, Social Media und Vernetzung auszuschöpfen.

In vielen Situation greift man jetzt zu kreativen und teilweise auch innovativen Lösungsansätzen. Gibt es auch in Ihrem Unternehmen neue Prozesse oder Tools, welche auch in Zukunft stärker an Bedeutung gewinnen werden?

Wir waren schon vor der Krise remote aufgestellt. Jetzt sind wir aber zum ersten Mal selbst in einer Situation, dass wirklich alle Mitarbeiter von zuhause aus arbeiten und nicht mehr ein Teil vor Ort in unserem Office in Ingolstadt. Das ist auch für uns ungewohnt. Die Prozesse waren schon vor der Krise auf Remote Work ausgelegt, toolseitig machen wir jetzt alle Besprechungen in SocialHub Meet, unserer Videokonferenz Software, das funktioniert super!

Ein Gedankenexperiment – Heute in einem Jahr: Wie geht es Ihrem Unternehmen? Was hat sich verändert? In welche Richtung hat sich Ihr Unternehmen weiterentwickelt? Worauf können Sie stolz sein? Mit welchem Gefühl blicken Sie auf die Veränderungen zurück?

Wir haben alle gelernt, wie wichtig es ist, die Arbeit flexibel an die Gegebenheiten des Lebens anzupassen. Unser Unternehmen hat sich aus der Krise positiv entwickelt und wir helfen weiterhin vielen Unternehmen mit unseren Kommunikationslösungen für interne und externe Kommunikation. Wir sind stolz darauf, in der Krise nicht in Deckung gegangen zu sein, sondern weiter daran gearbeitet zu haben, die Probleme unserer Kunden zu lösen. Und wir freuen uns darauf, dass wir hoffentlich trotzdem bald wieder zusammen mit allen Kollegen auf unserer Dachterrasse grillen und ein Bier trinken können.