Der jüngsten Mitarbeitergeneration wird nachgesagt, dass sie den Job im Laufe des Berufslebens oftmals wechselt. Daraus resultiert der Begriff „Jobhopper“. Doch wie können Unternehmen diese wechselwilligen Mitarbeiter auch längerfristig im Betrieb halten? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Generation der „Jobhopper“ an das Unternehmen zu binden:

Onboarding 4.0 mit digitalen Lösungen

Zunächst sollten Arbeitgeber den Mitarbeitern einen möglichst perfekten Einstieg ermöglichen und das Onboarding phasenweise umsetzen:

Phase 1: Vorbereitungsmaßnahmen wie Schreibtisch, IT-Accounts und Zeitpläne einrichten; Informationen über Unternehmenskultur übermitteln

Phase 2: Einarbeitung, Kollegen und Vorgesetzte kennenlernen und Feedbackgespräch

Phase 3: Teamevents und Weiterbildungsangebote

Beim Onboarding 4.0 integrieren Unternehmen neue Mitarbeiter mithilfe digitaler Systeme, über welche Führungskräfte, Neuankömmlinge und Einarbeitungsverantwortliche einfach miteinander kommunizieren können. Der Einsatz digitaler Lösungen entspricht dem Kommunikationsverständnis der jungen Generation.

Wertschätzung und Feedback laufend praktizieren

Wertschätzung und Feedback sind wichtige Faktoren bei der Mitarbeiterbindung. Bei den Mitarbeitern kommt es gut an, wenn der Arbeitgeber ihre Leistungen laufend würdigt und immer wieder Rückmeldungen gibt. Regelmäßige Wertschätzung ist effektiver als ein einmal pro Jahr geäußertes Lob beim Mitarbeitergespräch.

Freiräume und mobiles Arbeiten ermöglichen

Mitarbeiter der jungen Generation möchten selbst entscheiden, wie, wann und wo sie arbeiten. Hier sind Konzepte für mobiles Arbeiten gefragt, die den Beschäftigten die gewünschten Freiräume eröffnen und Flexibilität bieten. Das betrifft auch die Möglichkeit, Entscheidungen selbst zu treffen und eigenverantwortlich zu handeln.

Work-Life-Balance fördern

Die Generation der „Jobhopper“ bevorzugt berufliche Tätigkeiten, bei denen genügend Zeit für Freizeit, Familie und Privatleben bleibt. Materielle Anreize in Form eines hohen Gehalts sind nicht das vordergründige Kriterium, warum sich diese Bewerber für ein Unternehmen entscheiden.

Sinn und Zweck der Tätigkeit vermitteln

Junge Mitarbeiter suchen nach sinnstiftenden Tätigkeiten. Sie möchten wissen, warum sie eine bestimmte Tätigkeit ausüben und welche Personen von den erzeugten Produkten oder erbrachten Dienstleistungen profitieren. Wenn sich die Generation der „Jobhopper“ als Teil eines bestimmten Zwecks wahrnimmt, fördert dies die Bindung zum Unternehmen.

Werte und Kultur in der Praxis leben

Die Bereitschaft, im Unternehmen zu bleiben, ist größer, wenn sich die Mitarbeiter mit den im Betrieb gelebten Werten identifizieren. Deshalb sollten Arbeitgeber darauf achten, dass die nach außen kommunizierten Werte mit jener Kultur übereinstimmen, die Führungskräfte und Belegschaft im Unternehmensalltag tatsächlich leben.

Weiterbildung im Einklang mit dem Beruf anbieten

Für die junge Generation ist es wichtig, dass sich Beruf, Selbstverwirklichung und Weiterbildung miteinander vereinbaren lassen. Weiterbildungsangebote des Arbeitgebers, deren Inhalte direkt im Unternehmen anwendbar sind, gelten als attraktive Anreize. Sie sind wirksame Mittel, um Mitarbeiter längerfristig an das Unternehmen zu binden.

Gemeinsame Erlebnisse mit Teamevents fördern

Gemeinsame Erlebnisse stärken den Zusammenhalt im Team und das Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen. Um die Bindung zu fördern, ist es ratsam, mehrere Teamevents pro Jahr zu veranstalten, damit die Arbeitskollegen auch außerhalb des Unternehmensalltags Zeit miteinander verbringen.

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