Das Bewusstsein für Achtsamkeit gilt heutzutage nicht nur analog, sondern auch digital. Unternehmen müssen sich auf ihre Zielgruppe und deren Bedürfnisse einstellen. Beiträge per copy&paste von einem Kanal zum nächsten ist nicht zielführend und kann schon mal zu Irritationen beim Kunden führen. Deshalb achten Sie auf eine klare Zielgruppenansprache auf dem jeweiligen Kanal!

Folgende Tipps sollen Ihnen mehr Bewusstsein mit Ihren Kunden auf Social Media geben.

1. Eine starke Kundenbindung aufbauen

Wie bekommen Sie eine gute Kundenbindung auf Social Media? Ganz einfach: Stellen Sie den Kunden in den Mittelpunkt. Mit Social CRM (Customer Relationship Management) garantieren Sie Ihrer Zielgruppe individuelle Betreuung und speziell auf Ihren Kunden zugeschnittene Produkte überzeugen ihn, Ihr Produkt zu kaufen. Sollte sich ein Kunde z.B. auf Facebook über eine zu späte Lieferung beschweren, können Sie eine öffentliche Stellungnahme abgeben und ihn, ganz transparent, zu einem zufriedenen Kunden machen. Durch den öffentlichen Support gewinnen Sie eventuell potenzielle Kunden. Mit proaktivem Auftreten auf den jeweiligen Kanälen Ihrer Zielgruppe können Sie Ihrem Kunden die letzten Zweifel vor einem Kaufabschluss nehmen.

2. Die Sprache der Zielgruppe sprechen

Wer auf Xing und LinkedIn unterwegs ist, erwartet Seriösität und beruflichen Kontext. Bei Twitter darf man nicht viel Zeit verstreichen lassen und medialer Content ist hier meist überflüssig. Facebook und Instagram gehen mit Bild – und Videocontent voran und die Zielgruppe hier möchte Entertainment. Auf TikTok und Snapchat ist die junge Generation unterwegs. Für YouTube ist ein gut aufgemachtes Video eine gute Gelegenheit, seine Zielgruppe anzusprechen. Nutzen Sie zB. Hashtags gezielt, je nach Plattform. Auf Instagram dürfen es max. 30 sein. Hier gilt, je mehr Hashtags, desto mehr Likes. Auf Facebook ist es wiederum eher unüblich und es sollten nicht mehr als drei pro Post sein.

Eine optimale Lösung für viele Klicks bietet eine gute Mischung aus gebrandeten, allgemeinen und nischigen Hashtags. Passen Sie also Posts an die jeweilige Plattform an.

3. Veröffentlichen Sie Ihre Beiträge regelmäßig

Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Post? Veröffentlichungen sollten Sie Ihrer Zielgruppe anpassen. Wochentag, Uhrzeit und die Intervalle jeweils den Wünschen und Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe entsprechend terminieren. Ein Blick in Ihre Seiten-Insights kann ebenso Informationen darüber geben, wann Ihre Follower am meisten auf Ihrer Website aktiv sind. Die Aktivität Ihrer Community variiert je nach Tageszeit und das sollten Sie bei der Veröffentlichung berücksichtigen.

4. Fragen Sie nach der Meinung Ihrer Zielgruppe

Wissen Sie, was Ihrer Community wichtig ist und welchen Input sie von Ihnen erwartet? Fragen Sie nach! Geben Sie Ihrer Zielgruppe die Möglichkeit, sich zu bestimmten Themen schnell und einfach zu äußern. Dafür bieten die verschiedenen Kanäle eine Plattform. Mit Instagram kann man Umfragen einfach erstellen, die mit ja oder nein beantwortet werden können. Ebenso bieten Ihnen Facebook und LinkedIn diese Funktion. Pro-Tipp: Für mehr Transparenz, gleich im Anschluss das Ergebnis der Umfrage veröffentlichen. Oder wie wäre es, wenn Sie Ihre Kunden am gesamten Wertschöpfungsprozess Ihrer Produkte integrieren? Stichwort: Crowdsourcing. Schließlich kauft am Ende der Kunde Ihr Produkt und nicht das Innovationsteam. Auch dafür bietet Social Media die richtige Plattform.

5. Souveräner Umgang mit negativer Online-Reputation

Was tun, wenn in den sozialen Medien schlecht über Ihr Unternehmen gesprochen wird? Ignorieren, Kommentare löschen oder doch dagegen vorgehen? Für schnelles Reagieren sollten Sie regelmäßig prüfen, welche Reaktionen auf Ihren Kanälen zurückgespielt wird. Ungeschönte oder teilweise beleidigende Kommentare sind oftmals ehrlich gemeinte Meinungen Ihrer Zielgruppe. Mit der Netiquette können Sie Diskussionen lenken und Kommentare richtigstellen. Sogenannte Trolle im Netz provozieren gerne und machen es sich zum Spaß, Personen oder Produkte schlecht zu reden. Unsachliche Argumente dürfen Sie gerne ignorieren. Kommentare sollten nicht gelöscht werden, da bereits dokumentierte Beiträge weiterverbreitet werden und so einen Shitstorm auslösen können.

Übrigens: Wenn es sich jedoch um eine echte Verbraucherkritik handelt, sollten Sie darauf reagieren, um keine Reputationskrise zu riskieren, die sich eventuell auf alle Kanäle auszubreiten droht.

 

Autorin: Susanne Albus

Susanne Albus studierte Sprachwissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und hat mehrere Jahre als Content Manager im IT/Finanz-Bereich gearbeitet. Content Marketing ist ihre Leidenschaft, insbesondere das Social Media Marketing liegt ihr am Herzen.

 

 

Quellen:

https://rgblog.exali.de/interaktion-social-media/

Ebook: Follow me! Erfolgreiches Social Media Marketing

 

Bilder:

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