Als Chief SEO Consultant bei Searchmetrics kennt Marcus Pentzek die SEO-Power für Content-Marketing-Reichweiten – aber auch die Fehler, die immer wieder gemacht werden. Pia Dahlem von LOUT (#OMK21 Partner) hat Marcus Pentzek in einem Interview auf den Zahn gefühlt – und wir durften dabei sein.

Herr Pentzek, Ende 2019 kündigte Google mit BERT seine größte Algorithmus-Änderung seit Jahren an. Hat BERT die SEO-Welt beeinflusst? 

BERT ist eine Methode, um die wahre Bedeutung jedes Wortes einer Phrase zu erkennen. Zuvor wurden vermeintlich unbedeutende Füllwörter als solche identifiziert und nicht für die Interpretation einer Phrase herangezogen. BERT analysiert hingegen eine Phrase von links nach rechts und umgekehrt. So wird die Relevanz eines einzelnen Worts innerhalb der Aussage erkannt und abgeleitet, in welcher Beziehung die einzelnen Begriffe zueinander stehen.
Eingeführt wurde BERT zur Interpretation von Suchanfragen, um noch besser passende Websites zu listen. In seinem Blog führte Google selbst ein interessantes Beispiel an: Bei der Suchanfrage „2019 brazil traveler to usa need a visa“ wurde das kleine Wörtchen „to“ nicht beachtetet und folglich Ergebnisse gelistet, die aufzeigten, welche Visa US-Bürger benötigen, um nach Brasilien zu reisen. Das unbedeutende Wörtchen „to“ direkt vor „USA“ macht den entscheidenden Unterschied aus.
In der SEO-Welt hat sich also nichts verändert – für Google User aber viel.

Auf welche drei SEO-Aspekte sollten Content Marketer bei ihrer SEO vor allem achten?

  1. Mache Dir zunächst klar, welche Ziele Dein Content erreichen soll. Nur selten ist ein Content Piece geeignet mehrere SEO-Ziele gleichzeitig zu bedienen.
  2. Setze Dich mit den Experten Deines SEO-Teams zusammen. Sie können am besten dabei helfen, diese Ziele zu erreichen. Und: Zwei Köpfe denken um mehr Ecken als ein einziger.
  3. Erkenne, dass Google „einen eigenen Kopf hat“. Google erledigt bereits viel Denkarbeit für Content Marketer. Die einfache Suche nach Keywords, die der neue Content bedienen soll, zeigt bereits, was Google erkannt hat und was User sehen möchten. Sieh Dir die rankenden Seiten genau an: Welche Art von Informationen sind enthalten? Wie sind diese aufbereitet? Wie sind sie strukturiert? Welche SERP (Search Engine Results Pages)-Features zeigt Google zu diesen Suchbegriffen an? Sind es Bilder? Videos? Verwandte Fragestellungen? Google bietet so viel Input, an dem Du Dich einfach bedienen kannst. Viele SEOs hören hier allerdings auf. Als guter Content Marketer mit SEO-Ambitionen solltest Du einen Schritt weiter gehen: Hinterfrage was Google Dir anbietet und überlege was fehlt. Mach Dein Content-Paket runder, besser und perfekter.

Weitere Fragen, die Marcus Pentzek im LOUT Interbiew beantwortet:

  • Welches sind die größten SEO-Irrtümer der Unternehmen? 
  • Backlinks – sind sie wichtig oder zunehmend weniger wichtig, weil sowieso viele gekauft sind?
  • Was halten Sie von einem Agenturversprechen wie „Wir ranken Dich bei Google auf Position Eins“?
  • Zum Thema Gendern: Würden Sie – rein SEO-technisch – eher von Arbeitgebern oder von Arbeitgebenden sprechen und warum?

Das gesamte Interview im Volltext ist bei LOUT zu finden.


Marcus Pentzek von Searchmetrics ist am 23. November live zu Gast bei der Online Fokus Konferenz MARKETING.

Event-Tipp: 23. November 2021, 13:50 bis 14:30 Uhr

Vermutet Google einen Shopping-Intent hinter den Suchanfragen seiner User, zeigt die Suchmaschine vermehrt Kategorieseiten relevanter Onlineshops an. Trifft diese Vermutung aber auch zu? Und lassen sich aus der Darstellung von Produkten Ranking-Faktoren ableiten? Marcus Pentzek, Chief SEO Consultant bei Searchmetrics, gibt Antworten.

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